33 Hundekrankheiten im Überblick - von A bis Z


  • Hüftgelenksdysplasie (HD)

    Die Hüftgelenksdysplasie oder auch Hüftdysplasie ist eine genetisch bedingte Störung der Gelenkentwicklung. Aber nicht nur die Gene, sondern auch Umwelteinflüsse, Ernährung und Haltung können den negativen Verlauf der HD beeinflussen. Besonders betroffen sind mittelgroße und große Hunderassen. Ein Auftreten bei kleinen Rassen ist dagegen selten. Da es sich bei der HD um eine genetische Veranlagung handelt, wird der Hund nicht mit einer HD geboren. Betroffene Welpen mit dieser Veranlagung entwickeln mit ca. 2 Monaten eine sog. lockere Hüfte (Subluxation). Dabei sitzt der Oberschenkelkopf nicht ausreichend fest in der Gelenkpfanne der Hüfte, sondern bewegt sich hin und her. So entstehen ab dem 4. Lebensmonat Veränderungen wie Arthrose an den Hüftgelenken. Die milde Form der HD zeigt sich meist erst im Alter durch Lahmheit. Ein hohes Körpergewicht oder schnelles Wachstum können die HD begünstigen. Daher ist auf eine gesunde Fütterung der Welpen besonders zu achten. Momentan ist die HD nicht heilbar, jedoch kann durch therapeutische Maßnahmen sowie Medikamente die Lebensqualität deutlich verbessert werden.

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  • Leptospirose

    Leptospirose, auch Stuttgarter Hundeseuche genannt, beruht auf einer Infektion mit dem Leptospira interrogans Bakterium. Vor allem durch das Trinken von verunreinigtem Wasser sowie durch Urin bei der Paarung, Bisswunden oder durch eine Ansteckung im Mutterleib werden die Bakterien übertragen. Die betroffenen Hunde zeigen Apathie, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Atembeschwerden, Gelbsucht und Fieber. Auffällig ist, dass die Hunde viel Trinken und verstärkt Harn abgeben. Die Leptospirose kann aber auch ohne Symptome plötzlich auftreten und zum Tode führen.

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  • Magendrehung

    Bei einer Magendrehung, wie der Name bereits verrät, dreht sich der Magen des Hundes um die eigene Längsachse. Die Erkrankung tritt meist bei älteren oder größeren Hunden auf und ist lebensbedrohlich. Bei der Magendrehung werden Blutgefäße und Nerven im Magen des Hundes abgedrückt und somit nicht mehr durchblutet. Symptome für eine Magendrehung können das erfolglose Würgen sowie Unruhe des Hundes sein. Im weiteren Verlauf kommt es zu Kreislaufstörungen und zum Erblassen der Mundschleimhaut. Der schlechte Kreislaufzustand erschwert die Atmung, sodass der Hund hechelt. Die Magendrehung kann innerhalb weniger Stunden zum Tod führen, wenn der Hund nicht schnell von einem Tierarzt operiert wird.

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  • Multi-Drug-Resistance (MDR1)

    Die Multi-Drug-Resistance oder auch MDR1 genannte Krankheit ist eine angeborene Erkrankung. Durch eine mangelhafte bzw. fehlerhafte Synthese des P-Glykoprotein, welches ein wichtiger Bestandteil der Blut-Hirn-Schranke ist, kommt es zur Überempfindlichkeit gegenüber einigen Arzneimitteln. Die betroffenen Hunde reagieren mit schweren neurologischen Symptomen, wie Erbrechen, Bewegungsstörungen, Krämpfen und Koma. Der MDR1-Gendefekt kann durch eine aufwendige Blutuntersuchung bereits im Welpenalter festgestellt werden.

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  • Parvovirose

    Die Parvovirose deutet meist auf eine fehlende Impfung oder bei Welpen auf eine Infektion im Mutterleib durch das ebenso nicht geimpfte Muttertier hin. Die Übertragung des caninen Parvovirus (CPV) erfolgt durch Kontakt mit anderen, bereits infizierten Hunden oder deren Exkrementen. Parvovirose verläuft meist tödlich. Zu Beginn zeigen die betroffenen Hunde Apathie, Appetitlosigkeit und Fieber. Im Laufe der Erkrankung kommt Erbrechen und Durchfall hinzu. Dadurch entsteht ein erhöhter Flüssigkeitsverlust, der zum Schock und schließlich zum Tode des Hundes führen kann.

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  • Patellaluxation

    Die Patellaluxation, auch Kniescheibenverdrehung genannt, ist eine Erkrankung, die meist durch die Fehlstellung des Ober- und Unterschenkels hervorgerufen wird. In den meisten Fällen sind kleine Hunderassen von der Patellaluxation betroffen. Abhängig vom Schweregrad wird die Patellaluxation in 4 Stufen (Schweregrade) eingeteilt.Die erste Stufe wird meist nicht erkannt, da die Patella spontan herausspringt und zurück. Ein Schongang des Hundes oder eine Lahmheit kommen meist nicht vor.Auch beim zweiten Grad spring die Patella spontan heraus und zurück. Jedoch geschieht dies öfters und der Hund entlastet das betroffene Bein, indem er eine Schonhaltung einnimmt.Im dritten Grad verursacht die Patella deutlich Schmerzen. Die Patella ist immer öfters nach Außen oder Innen verrenkt.Der vierte Grad zeichnet sich durch eine jahrelange Verrenkung bzw. durch eine bereits entwickelte Arthrose aus.

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  • Progressive Retinaatrophie (PRA)

    Die progressive Retinaatrophie ist eine erbliche degenerative Erkrankung, bei der die Netzhaut abstirbt und die letztendlich zur Erblindung des Hundes führt. Die Krankheit verursacht keinerlei Schmerzen und betrifft beide Augen. Als erstes Anzeichen von PRA kann die Nachtblindheit gezählt werden. Der Hund verliert seine Nachtsicht und hat Probleme Hindernisse zu erkennen. Bei fortschreitender Erkrankung weiten sich die Pupillen immer mehr und es können sich Katarakte bilden, was zum milchigen oder getrübten Erscheinungsbild des Auges führt.

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  • Pyometra

    Pyometra auch Gebärmutterentzündung oder -vereiterung genannt, ist eine eitrige Entzündung der Gebärmutterschleimhaut. In der Regel tritt diese Erkrankung nur bei unkastrierten Hündinnen auf . Solange die Hündin läufig ist, ist der Eingang für Bakterien in die Gebärmutter leichter. Kommen nun die Bakterien in die Gebärmutter und verschließt sich diese nach der Läufigkeit wieder, können sich die Bakterien ungehindert und rasant vermehren. Es kommt zur Gebärmutterentzündung. Die meisten Symptome treten nach 12 Wochen nach der letzten Läufigkeit auf. Diese sind vermehrtes Trinken, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und eitriger vaginaler Ausfluss.

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  • Räude

    Die Räude ist eine Infektion mit der Sarcoptes-Milbe. Meist erfolgt die Ansteckung mittels Kontakt zu anderen bereits infizierten Tieren. Anzeichen für eine Räude sind starker Juckreiz, gerötete Haut, Schuppen und Haarausfall. Durch das Kratzen des Hundes entstehen oftmals Krusten auf der Haut.

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  • Schilddrüsenunterfunktionen

    Die Schilddrüsenunterfunktion auch Hypothyreose genannt ist eine Stoffwechselstörung, die durch nicht ausreichende Produktion von Schilddrüsenhormonen hervorgerufen wird. Durch die verringerte Anzahl der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin, die für den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel sowie im Wärmehaushalt eine herausragende Rolle spielen, kommt es zu Auswirkungen auf fast alle Organe. Die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion erfolgt durch die Gabe des fehlenden Hormons in Form von Tabletten oder Saft. Die Therapie muss lebenslang erfolgen

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