14 Hundekrankheiten im Überblick - von A bis Z


  • Arthrose

    Die Arthrose, also die Folgen eines übermäßigen Gelenkverschleißes, ist meist die Folge einer anderen Gelenkerkrankung (z. B. Hüftgelenks- oder Ellenbogendysplasie). Sie kann aber auch ohne erkennbare Ursache entstehen. Charakteristisch für die Arthrose ist die Veränderung aller Gelenkstrukturen, wodurch der Gelenkknorpel zerstört wird. Gleichzeitig bilden sich entlang der Knorpelränder und Kapselansätze knöcherne Zubildungen (Osteophyten) und die Gelenkflüssigkeit wird dünnflüssiger und Ihre Schmiereigenschaften verschlechtert sich. Durch die vermehrte Einlagerung von Bindegewebe wird die Gelenkkapsel verdickt. Arthrose schränkt nicht nur die Beweglichkeit des Hundes ein, sondern führt auch zu Schmerzen.

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  • Augenerkrankung „Collie Eye Anomaly“

    Die Augenerkrankung „Collie Eye Anomaly“ ist eine erblich bedingte Erkrankung. Sie führt zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens bis hin zur völligen Blindheit. Die von der Collie Eye Anomaly betroffenen Welpen zeigen bereits von Anfang an eine Verringerung des Sehvermögens oder Blindheit. Ein Fortschreiten der Erkrankung kommt meist nicht vor.

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  • Canine Leukocyten Adhäsionsdefinzienz (CLAD)

    Die CLAD ist eine genetische Immunschwächekrankheit, die meist tödlich verläuft. Betroffene Hunde zeigen meist schwere Erkrankungen wie Nabelentzündungen, Zahnfleischentzündung, Mandelentzündungen, hohes Fieber, Durchfall und oft chronisch entzündliche Hautekzeme. Ab einem Alter von ca. 8-12 Wochen tritt häufig eine Gelenkentzündung auf, wodurch es zur Gelenkschwellung kommt. Das Tier zeigt den für CLAD typischen schwankenden Gang. Erkrankte Hunde erleben meist nicht den 6 Lebensmonat.

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  • Diabetes (Diabetes mellitus)

    Diabetes auch Zuckerkrankheit ist eine Stoffwechselkrankheit und kommt in zwei Varianten vor. Eine tragende Rolle hierbei spielt das Hormon Insulin. Dieses Hormon regelt den Blutzuckerspiegel. Ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht, kann es zu Organschädigungen kommen.Typ 1: (Juveniler Diabetes mellitus) = absoluter Insulinmangel: Der Körper bildet Antikörper gegen die eigenen Zellen der Bauchspeicheldrüse. Somit wird weniger oder gar kein Insulin mehr produziert. Der Zucker kann dann nicht mehr in die Zellen aufgenommen und verbleibt im Blut. Der Blutzucker steigt. Dieser Typ wird bei Hunden am häufigsten beobachtet.Typ 2: (Adulter Diabetes mellitus) = relativer Insulinmangel. Dieser Typ kommt selten bei Hunden vor. Die Ursache ist eine Insulinresistenz. Das bedeutet, es wird zwar genügend Insulin gebildet, dieses übt jedoch keine Wirkung mehr auf den Stoffwechsel aus.Es gibt verschiedene Symptome für Diabetes. Unteranderen sind vermehrter Harndrang, starker Durst, Sehstörungen bis hin zur Blindheit, Gewichtsabnahme aber auch Zunahme, Antriebslosigkeit und Schlappheit, Schmerzen im Unterleib und Erbrechen, hier aufzuzählen.

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  • Ellbogendysplasie (ED)

    Ähnlich wie die Hüftgelenksdysplasie (HD), ist die Ellbogendysplasie (ED) genetisch bedingt. Sie umfasst mehrere wachstumsbedingte Erkrankungen des Ellbogengelenkes beim Hund. Je nach Schweregrad kann die Erkrankung zur mittleren bis schweren Lahmheit sowie zur Ellbogenarthrose führen. Momentan ist die ED nicht heilbar, jedoch kann die Bildung einer Arthrose durch Therapien häufig hinausgezögert werden.

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  • Epilepsie

    Epilepsie ist das mehrfache Auftreten von Krampfanfällen. Bei einem Anfall kommt es zu kurzen Störungen der Gehirnfunktion, welche sich durch das abnormale Verhalten des Hundes äußern. Die Störung kann durch verschiedene Ursachen auftreten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten der Epilepsie. Unter idiopathische Epilepsie versteht man die Störung, bei denen man die Ursache nicht feststellen kann. Das Gehirn des Hundes weist keine Auffälligkeiten auf und der Hund verhält sich zwischen den Anfällen völlig normal. Die symptomatische Epilepsie wird durch eine andere Krankheit ausgelöst, z. B. Infekte, Kopfverletzungen.

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  • Grauer Star

    Der Graue Star (Katarakt), bei der sich die Linse des Hundes trübt und wodurch sie grau erscheint, ist eine krankhafte Veränderung der Augenlinse. Das Sehvermögen des Hundes hängt von der Trübung der Linse ab. Bis hin zur völligen Erblindung des Hundes. Als Ursache für den Grauen Star können genetische Veranlagung, Diabetes, Entzündungen, Stoffwechselstörungen und Verletzungen des Auges aufgezählt werden. Mittlerweile kann der Graue Star operativ behandelt werden.

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  • Hüftgelenksdysplasie (HD)

    Die Hüftgelenksdysplasie oder auch Hüftdysplasie ist eine genetisch bedingte Störung der Gelenkentwicklung. Aber nicht nur die Gene, sondern auch Umwelteinflüsse, Ernährung und Haltung können den negativen Verlauf der HD beeinflussen. Besonders betroffen sind mittelgroße und große Hunderassen. Ein Auftreten bei kleinen Rassen ist dagegen selten. Da es sich bei der HD um eine genetische Veranlagung handelt, wird der Hund nicht mit einer HD geboren. Betroffene Welpen mit dieser Veranlagung entwickeln mit ca. 2 Monaten eine sog. lockere Hüfte (Subluxation). Dabei sitzt der Oberschenkelkopf nicht ausreichend fest in der Gelenkpfanne der Hüfte, sondern bewegt sich hin und her. So entstehen ab dem 4. Lebensmonat Veränderungen wie Arthrose an den Hüftgelenken. Die milde Form der HD zeigt sich meist erst im Alter durch Lahmheit. Ein hohes Körpergewicht oder schnelles Wachstum können die HD begünstigen. Daher ist auf eine gesunde Fütterung der Welpen besonders zu achten. Momentan ist die HD nicht heilbar, jedoch kann durch therapeutische Maßnahmen sowie Medikamente die Lebensqualität deutlich verbessert werden.

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  • Magendrehung

    Bei einer Magendrehung, wie der Name bereits verrät, dreht sich der Magen des Hundes um die eigene Längsachse. Die Erkrankung tritt meist bei älteren oder größeren Hunden auf und ist lebensbedrohlich. Bei der Magendrehung werden Blutgefäße und Nerven im Magen des Hundes abgedrückt und somit nicht mehr durchblutet. Symptome für eine Magendrehung können das erfolglose Würgen sowie Unruhe des Hundes sein. Im weiteren Verlauf kommt es zu Kreislaufstörungen und zum Erblassen der Mundschleimhaut. Der schlechte Kreislaufzustand erschwert die Atmung, sodass der Hund hechelt. Die Magendrehung kann innerhalb weniger Stunden zum Tod führen, wenn der Hund nicht schnell von einem Tierarzt operiert wird.

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  • Multi-Drug-Resistance (MDR1)

    Die Multi-Drug-Resistance oder auch MDR1 genannte Krankheit ist eine angeborene Erkrankung. Durch eine mangelhafte bzw. fehlerhafte Synthese des P-Glykoprotein, welches ein wichtiger Bestandteil der Blut-Hirn-Schranke ist, kommt es zur Überempfindlichkeit gegenüber einigen Arzneimitteln. Die betroffenen Hunde reagieren mit schweren neurologischen Symptomen, wie Erbrechen, Bewegungsstörungen, Krämpfen und Koma. Der MDR1-Gendefekt kann durch eine aufwendige Blutuntersuchung bereits im Welpenalter festgestellt werden.

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